Inhalte und Ausbildungskonzept zur VRV 2015 präsentiert

(21.02.2018)



Im Zuge der Informationsveranstaltung des Kärntner Gemeindebundes vom 20. Februar 2018 informierten sich die Gemeinden über die Eckpunkte der so genannten „Haushaltsrechtsreform“ für Land und Gemeinden und das Fortbildungskonzept der Kärntner Verwaltungsakademie, mit dem die Gemeinden „VRV-fit“ gemacht werden sollen.

 

Bis 2020 müssen Länder, Städte und Gemeinden ihr Rechnungswesen nach den Vorgaben der VRV 2015 gestalten. Die Inhalte der Verordnung, die erst durch eine Novelle im Jänner 2018 „saniert“ wurde, sind somit für die Kommunen von besonderer Bedeutung. Die Novelle der VRV 2015 einerseits und das zwischen Gemeindeaufsicht, Kärntner Gemeindebund und der Kärntner Verwaltungsakademie akkordierte Schulungskonzept waren der Auslöser, die Kärntner Städte und Gemeinden über die Inhalte der VRV 2015, die Änderungen durch die Novelle, eine mögliche Zeitleiste für die Umsetzung der Reform und die Unterstützung durch die Kärntner Verwaltungsakademie zu informieren. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik gab Präsident Bgm. Peter Stauber einen Überblick über aktuelle und bevorstehende Aktivitäten und Angebote des Kärntner Gemeindebundes.

 

Unaufgeregt erläuterte MMag. Ewald Klösch als Geschäftsführer SOT Salzburg GmbH daraufhin den rund 100 TeilnehmerInnen die Inhalte der Verordnung, schilderte den Gemeinden den Komplexitätsgrad der unterschiedlichen Themen und informierte die Gemeinden, wann sie sich in einer logischen Abfolge mit den einzelnen Themen befassen sollten. Grundtenor der Präsentation war, dass die Gemeinden im Sinne einer zeitgerechten Vorbereitung der Eröffnungsbilanz bald mit der Erfassung und Bewertung ihres Vermögens beginnen sollten und einen großen Teil des Weges mit eigenen Kompetenzen und in Kooperation und Abstimmung mit der Gemeindeaufsicht gehen können. Formelle Gliederungs- und Darstellungsfragen seien weniger relevant, da diese ohnehin durch die Kommunalsoftwareanbieter zu beachten seien.

 

Dr. Ortner stellte den Vertretern von Städten und Gemeinden das Fortbildungskonzept zur VRV 2015 vor, das im Wesentlichen aus zweitägigen Intensivseminaren für FinanzverwalterInnen, eintägigen Bezirksveranstaltungen für Führungskräfte und weitere Mitarbeiter durch Aufsicht und Praktiker und komprimierteren Schulungsangeboten für interessierte MitarbeiterInnen und MandatarInnen besteht. Ebenso wird aktuell die Sinnhaftigkeit und Leistbarkeit einschlägiger e-Learning-Angebote geprüft. Neben Ausbildungsangeboten, die zur VRV 2015 derzeit schon vorliegen (Bundes-Buchhaltungsagentur) und weiteren Angeboten zu haushaltsrechtlichen Fragen werden die Inhalte des Fortbildungskonzepts ab Frühsommer stattfinden und in Kürze buchbar sein.