Einigung über Gehaltsanpassung für Gemeindemitarbeiterinnen

(01.09.2021)


Unter Zugzwang brachte das Land die Gemeinden durch seine neue Gehaltskurve für Neuanstellungen und "Goodies" für Vertragsbedienstete mit absolvierter Dienstprüfung. In konstruktiven und intensiven Verhandlungen einigten sich nun der Kärntner Gemeindebund und die Daseinsgewerkschaft younion auf eine stimmige und bedarfsgerechte Annäherung der Entlohnung der Gemeindemitarbeiterinnen an die Gehaltskurve des Landes.

Traditionell stehen die unterschiedlichen staatlichen Ebenen und die Privatwirtschaft im Wettbewerb um qualifizierte Kräfte. Nachdem das Land zuletzt mit einer massiven Erhöhung der Bezüge vorgeprescht war und die Bezüge der Gemeindebediensteten um mehr als 10 Prozent zu überzahlen drohte, ohne jedoch das Dienstrecht zu reformieren, waren die Gemeinden unter Druck geraten. Sie haben im Jahr 2012 eine Gesamtreform umgesetzt, die auch das Dienstrecht mit umfasste. 

Nach intensiven Verhandlungen und Berechnungen, denen auch interne Erhebungen vorangegangen waren, wurden sich der Kärntner Gemeindebund und die younion_die Daseins-gewerkschaft handelseins. So übernehmen die Gemeinden vom Land Kärnten im Neu-System auch die Gehaltsanpassung von 1,45 % für 2022, die bisher unterschiedlich ausbezahlte Leistungsprämie wird mit in die Gehaltstabelle eingerechnet, und zusätzlich erfolgt eine bedarfsgerecht gestaffelte Anpassung der Gehaltsansätze zwischen 1,5 und 4,5 Prozent.
 
Eine ausgewogene Lösung stellt das Verhandlungsergebnis für 2. Präsident Bgm. Christian Poglitsch, der Mitglied des Verhandlungsteams des Kärntner Gemeindebundes ist, dar: "Die erzielte Einigung berücksichtigt, dass Berufsgruppen, bei denen die Gemeinden in stärkerem Wettbewerb um qualifizierte Kräfte stehen, adäquat berücksichtigt werden und auch Bedienstete geringerer Gehaltsklassen bei weitem nicht mit Null aussteigen. Sie stellt eine Wertschätzung für die Gemeindemitarbeiterinnen dar und ist auch das Maximum, das die Gemeindekassen hergeben." 
 
Ing. Franz Liposchek, Vorsitzender der younion: „Es ist uns gelungen, für alle Beschäftigtengruppen im K-GMG eine deutliche Anhebung der Gehaltsansätze, zusätzlich zur Leistungsprämie - welche nun allen Bediensteten in Höhe von 7,5 % gebührt - zu erzielen. Für Beamte und Vertragsbedienstete haben sich die Sozialpartner auf Gemeindeebene auf die Übernahme des Bundesabschlusses verständigt.“