Ertragsanteilvorschüsse April 2021

(07.04.2021)


Nach +35 Prozent bei den März-2021-Vorschüssen aufgrund des Gemeindepakets II sind die April-2021-Vorschüsse wieder zurück in der „aktuellen Normalität“.

Nachdem sich das 1,5 Milliarden Euro schwere Gemeindepaket II des Bundes dezidiert auf die vier Vorschuss-Monate März, Juni, September und Dezember 2021 auswirkt, entspricht das aktuelle österreichweite 18,1%ige Minus der April-2021-Vorschüsse auf die Gemeindeertragsanteile der aktuellen Lage der Konjunktur und den Steuereinnahmen vom Februar 2021. Insbesondere der massive 38%ige Einbruch der Umsatzsteuereinnahmen, die sich auf die Umsätze im Dezember 2020 (Lockdown und Lockdown light) beziehen und die Talfahrt der Körperschaftsteuer (-22 Prozent) sind die Hauptgründe für die schwachen April-Vorschüsse. Auch die Mai-Vorschüsse werden (wenn auch nicht so stark) deutlich im Minus liegen, die Juni-Vorschüsse wiederum (Stichwort Gemeindepaket II) zweistellig im Plus. Hinzu kam ein verrechnungstechnischer Effekt bei der Mineralölsteuer.

Wie üblich führt die monats- und bundesländerweise unterschiedliche Dynamik des Aufkommens der weiterhin starken Grunderwerbsteuer (die zu rund 94 Prozent dem jeweiligen Landestopf der Gemeindeertragsanteile zukommt und im Februar-Aufkommen um rund 13 Prozent zulegte) zu gewissen länderweisen Unterschieden bei den monatlichen Vorschüssen. Somit verzeichnen die Salzburger Gemeinden mit -16,8 Prozent den aktuell geringsten und die Vorarlberger Gemeinden mit -20,0 Prozent den höchsten Rückgang der April Vorschüsse.


Quelle: Kommunalnet