Ertragsanteilvorschüsse August 2018

(21.08.2018)


Nach den schwachen Juli-Vorschüssen sorgen die Lohnsteuer und die Grunderwerbsteuer für solide Zuwächse bei den August-Vorschüssen.
Durchschnittlich um plus 5,9 Prozent legen die Vorschüsse auf die Ertragsanteile der Gemeinden ohne Wien im August gegen über dem Vergleichsmonat des Vorjahres zu (Wien + 4,9 Prozent). Die beiden Hauptgründe für diese Entwicklung sind eine weiterhin starke Lohnsteuer, die im zugrundeliegenden Juni-Abgabenaufkommen im Vergleich zum Juni 2017 um 7,7 Prozent zulegte sowie eine aktuell sehr dynamische Grunderwerbersteuer (österreichweit + 16 Prozent), die zwar eine gemeinschaftliche Bundesabgabe ist, aber zu knapp 94 Prozent den Landestöpfen der Gemeindeertragsanteile zugerechnet wird. Aktuell liegen auch keine besonderen Vorzieh- oder Nachholeffekte vor, wie diese noch im Vormonat bei der Mineralölsteuer der Fall war, die u.a. Abgaben der Grund für die schwachen Juli-Vorschüsse war. Auch die Umsatzsteuer hat sich wieder stabilisiert und mit einem Plus von 3,4 Prozent zum guten Ergebnis der aktuellen August-Vorschüsse beigetragen. 

Gemeinden Vorarlbergs mit den höchsten August-Zuwächsen 
Die Vorarlberger Gemeinden können sich über die aktuell höchsten Zuwächse bei den landesweisen Vorschüssen auf die Ertragsanteile in Höhe von + 8,0 Prozent freuen. Demgegenüber verzeichnen die burgenländischen Gemeinden mit + 2,3 Prozent derzeit das geringste Wachstum bei den Vorschüssen. Der Grund ist hier vor allem die monats- und länderweise sehr unterschiedliche Entwicklung des örtlichen Aufkommens an Grunderwerbsteuer, die diesmal in Vorarlberg am stärksten zugelegt hat und im Burgenland als einziges Bundesland im Vergleich zu 2017 leicht rückläufig ausfiel. Rechnet man die Entwicklung der Grunderwerbsteuer heraus, wären die August-2018-Vorschüsse (abgesehen von den Veränderungen aufgrund der Einwohnerentwicklung und des aBS) um knapp vier Prozent angestiegen.




Quelle: Kommunalnet