Ertragsanteilvorschüsse Juni 2019

(06.06.2019)


Die Ertragsanteile fallen im Juni für fast alle Bundesländer ins Minus. Ursache sind verrechnungstechnische Effekte bei der Umsatzsteuer und der Mineralölsteuer. 

Noch vor wenigen Wochen zeigten sich bei den Mai-Vorschüssen bzw. beim dahinterliegenden März-Abgabenaufkommen übermäßig hohe Ergebnisse bei der Umsatzsteuer und der Mineralölsteuer bezogen auf das jeweilige Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Entwicklung der monatlichen Vorschüsse hängt somit auch wesentlich davon ab, in welchem Kalendermonat die Zahlungen der Steuerpflichtigen vom Finanzminister vereinnahmt werden. 

Hier zeigt sich aktuell beim April-Aufkommen, dass die Umsatzsteuer (- 1,8 Prozent) oder auch die Mineralölsteuer (- 44,3 Prozent) deutlich unter dem Aufkommen vom April 2018 liegen. Im Vergleich zu den Vormonaten aufgrund des Familienbonus leicht gedämpft, aber dennoch mit deutlichem Plus, zeigt sich die Lohnsteuer (+ 4,8 Prozent). In Summe verzeichnen die Vorschüsse der Gemeinden ohne Wien im Juni 2019 gegenüber dem Vorjahr ein Minus von - 1,3 Prozent (Wien - 2,0 Prozent). 

Tiroler und Salzburger Gemeinden als einzige im Plus 
Da die länderweise Entwicklung der Vorschüsse sehr stark vom monats- und länderweisen Aufkommen der Grunderwerbsteuer abhängt, gibt es immer wieder ein oder mehrere Ausreißer beim Monatsergebnis. Nachdem das örtliche Aufkommen der Grunderwerbsteuer in Tirol und in Salzburg um 15 bis 20 Prozent zulegte, nehmen die Tiroler (+ 0,6 Prozent) und Salzburger Gemeinden (+ 0,3 Prozent) dieses Mal die "Spitzenposition" bei den Vorschüssen ein, während die Juni-Vorschüsse in den anderen Bundesländern zwischen ein und drei Prozent im Minus liegen.



Quelle: Kommunalnet