Ertragsanteilvorschüsse März 2022

(14.03.2022)


März-2022-Vorschüsse wegen Sondereffekt deutlich im Minus
Aufgrund der Bundes-Hilfen 2021 liegen die aktuellen März-Vorschüsse im Monatsvergleich gut 15 Prozent im Minus.

Den aktuellen März-Vorschüssen liegt das Aufkommen an gemeinschaftlichen Bundesabgaben vom Jänner 2022 zugrunde. Neben den beiden sehr stabilen großen Massensteuern (Lohnsteuer und Umsatzsteuer) haben sich im Jänner 2022 insbesondere die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer und der Kapitalertragsteuer auf Dividenden sehr dynamisch entwickelt.

Im Monatsvergleich März 2022 gegenüber März 2021 mussten dennoch die aktuellen Vorschüsse das Nachsehen haben (österreichweit -15,4 Prozent), denn schließlich erfolgte ein Gutteil der Einmalzahlungen des Gemeindepakets II des Bundes im Rahmen der März-2021-Vorschüsse. Dass der März 2021 ein Ausreißer-Monat war, zeigt sich auch darin, dass die aktuellen März-2022-Vorschüsse gut 13 Prozent über den vorpandemischen März-2020-Vorschüssen (vor Pandemie-Beginn) liegen.

Vorschüsse im ersten Quartal noch deutlich im Plus
Österreichweit liegen die Vorschüsse von Jänner bis März 2022 rund 8,3 Prozent im Plus. Auch die April- und Mai-Vorschüsse werden noch ein hohes Steueraufkommen widerspiegeln. Ab den Juni-/Juli-Vorschüssen dürften sich aber nach und nach auch Effekte des Ukraine-Krieges in den Gemeindeertragsanteilen zeigen. Wie stark sich die Konjunktur eintrüben wird, ist derzeit schwer einschätzbar. Dass die aktuelle Ertragsanteile-Prognose von plus 5 bis 6 Prozent für 2022 hält, ist jedoch leider nicht zu erwarten.


Quelle: kommunalnet.at